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Paareprojekt bei “Resonanzen” im WDR3

Nun wissen auch die WDR3-Hörer, dass es das Paareprojekt gibt: Heute waren wir zu Gast in der Sendung “Resonanzen” von Ulrich Biermann. Es war sehr schön, aber es hat uns auch erstaunt, wie schnell sieben Minuten bei einem Live-Interview vorbei sein können – und hoffen, dass sich auf Damians Aufruf am Ende vielleicht tatsächlich ein älteres Ehepaar über 90 aus dem Raum Köln bei uns meldet.

Wer mag, kann sich den Beitrag online noch einmal auf der Internetseite des WDR anhören.

Wir freuen uns auf die “Munich Contempo” zusammen mit Beate Rose

Wir haben eine gute und eine schlechte Nachricht – wobei die Gute Auslöser für die Schlechte ist. Nadine wurde angeboten, eine 40 Quadratmeter große Koje auf der jungen Kunstmesse Munich Contempo zu bespielen. Zu  dieser großartigen Gelegenheit hat sie natürlich nicht Nein gesagt – und sich entschieden, das Paareprojekt zu präsentieren. Vom 19. bis zum 23. Oktober werden wird also in München erstmals die Ergebnisse unserer deutschlandweiten Shootings der Öffentlichkeit vorstellen – und zwar gemeinsam mit Beate Rose! Es werden sowohl einige großformatige Abzüge im Format 1 x 1,70 Meter als auch zahlreiche kleinformatige Abzüge von 1971 und 2011 zu sehen sein. Zur Messe wird es auch einen  Dummy des geplanten Fotobuches sowie einen kurzen Trailer über unsere Arbeit geben – die Grafikerin Janina Demiana Roll und der Kameramann Stefan Ditner arbeiten dafür bereits auf Hochtouren.

Jetzt die “schlechte” Nachricht: Weil wir nicht gleichzeitig einen Messeauftritt und die Ost-Tour planen und finanzieren können, müssen wir Letztere auf den April 2012 schieben.

Paareprojekt im Starnberger Merkur

Auch der Starnberger Merkur hat über das Paareprojekt berichtet. Nach der ausführlichen Ankündigung meldeten sich zahlreiche Paare bei uns – darunter auch einige, die in Tracht zum Shooting kamen. Sehr gefreut haben wir uns, dass Mitarbeiterin Marie-Anne Hollenz dann zusätzlich noch zum Shooting gekommen ist, Paare interviewt und eine kleine Reportage geschrieben hat. Ihr Artikel ist heute erschienen.

Im Brezn- und Weißbierland am Ammersee

Nach unseren Tagen in Landshut fiel es uns zunächst schwer, unsere Tour einfach fortzuführen. Alles fühlte sich so gut und abgerundet an, dass wir eigentlich lieber zurück nach Hause gefahren wären. Auf der anderen Seite war auch die Vorfreude auf das südliche Bayern am Ammersee vorhanden. Auf dem eigentlich nur eineinhalbstündigen Weg von Landshut nach Andechs sind wir dann nicht nur in den Superferienbeginnstau vor München, sondern zugleich auch noch in einen heftigen Platzregen geraten – und aus dem offenen Kofferraum schaute die Leinwandrolle heraus. Nur gut, dass wir sie wasserdicht verpackt hatten.

In Andechs angekommen wurden wir aber schnell wieder sehr enthusiastisch. Einen großen Anteil daran haben sicherlich Kathrin und Uwe Borchert. Die beiden haben uns nicht nur in ihrem großzügigen und sehr schönen Haus aufgenommen, sondern auch die Turnhalle in der Alten Schule von der Gemeinde Andechs für uns angemietet. Vielen herzlichen Dank dafür – der Raum war wirklich großartig, zumal uns die Turnringe, die von der Decke baumelten, zu sportlichen Höchstleistungen motivierten (wie man auf den Bildern unten sehen kann).

Das Shooting selbst war sehr geprägt durch das klassische Leben der Region rund um den Ammersee – schließlich tragen hier viele Menschen auch im Alltag noch Tracht, wie wir bei einem Polterabend sehen konnten. Dort haben wir dann auch noch spontan zwei junge Paare in Tracht angesprochen, die auch tatsächlich am nächsten Tag bei uns auf der Matte beziehungsweise auf der Leinwand standen.

Schön war auch, dass wir es noch geschafft haben, die wunderbare bayrische Kultur und Natur zu genießen: Wir sind zum berühmten Kloster spaziert, haben in einem Biergarten Brotzeit gemacht und haben auf der “Diessen” eine Rundefahrt auf dem Ammersee gemacht. Zudem hatte Nadine große Freude an den drei laufenden Kühlschrankmetern im örtlichen Supermarkt, in dem es ausschließlich “Andechser Molkerei”-Produkte gab – bei unserem Rewe in Köln gibt es bestenfalls drei Joghurtsorten.

Landshut – Das Paareprojekt kommt nach Hause

Der Höhepunkt unserer Reise und des gesamten Projektes liegt hinter uns. Vier Tage lang waren wir Gast bei Beate Rose, Nikolaus Deussen und der Familie Reidel am Rande von Landshut. Es war spannend und aufregend auf Beate zu treffen, die wir bislang nur von einigen wenigen Telefonaten her kannten. Und wir waren auch ein wenig unsicher, wie sie es nun tatsächlich findet, dass wir ihr 40 Jahre altes Projekt noch einmal aufgreifen und fortführen.

Umso schöner war es dann, dass wir offen und freundlich aufgenommen wurden – Beate und Niko sind zwei wunderbare Menschen, die wir direkt in unser Herz geschlossen haben. Und neben vielem bleibt vor allem der Moment unvergessen, in dem Beate erstmals unsere Bilder zu sehen bekam. Sie war sehr ergriffen, weil sie merkte, dass ihr Konzept nichts von seiner Kraft und Ehrlichkeit verloren hat. Lange haben wir uns ihre und sie sich unsere Bilder angeschaut, gesprochen und diskutiert und dabei Erfahrungen und Geschichten ausgetauscht. Vielen Dank dafür! Und auch vielen Dank an Nikolaus Deussen – ohne seinen Zuspruch und sein Engagement würden wir das Paareprojekt wahrscheinlich gar nicht machen.

Bewegend war für uns aber auch, dass unser Shooting in Beates Atelier und damit genau in dem Raum stattgefunden hat, indem sie bereits 1971 ihre Paare aus Landshut fotografiert hat. Für uns fühlte es sich so gut, harmonisch und stimmig an, als würde das Paareprojekt nach Hause kommen. Dieses Gefühl wurde noch dadurch verstärkt, dass unter den von uns fotografierten Paaren zahlreiche waren, die direkt oder indirekt etwas mit dem Paareprojekt von 1971 zu tun haben: So haben Beate und Niko selbst mitgemacht, aber auch Beates Schwester Antonia und deren Tochter Veronika sowie Kinder und Enkel von Paaren, die bereits 1971 dabei waren. Ganz besonders froh und stolz waren wir natürlich darüber, dass es sogar ein Paar gab, dass damals schon dabei war: Franziska und Anton Wenninger, heute 72 und 78 Jahre alt, haben sich wieder auf die weiße Leinwand gestellt – und sich als Hommage und Selbstzitat genauso hingestellt wie vor 40 Jahren.

Spannend war unser Shooting aber auch, weil wir medial umfangreich begleitet wurden. Zum einen war Katrin Filler von der Landshuter Zeitung dabei, zum anderen wurden wir wieder von der Kölner Journalistin Kathy Ziegler besucht, die bereits einen Radiobeitrag im DRadio Wissen über das Paareprojekt gebracht hat. Last not least hat uns unser Freund Stefan Ditner während des Shootings gefilmt. Danke, Stefan – wir sind schon sehr gespannt auf deine Perspektive auf uns und das Projekt.

Paareprojekt im Daun-Gerolsteiner Wochenspiegel

Der Daun-Gerolsteiner Wochenspiegel hatte unser Shooting in Wiesbaum ja bereits groß angekündigt und uns somit zu einigen sehr tollen Paaren verholfen. Nun ist auch der Nachbericht über uns erschienen – vielen Dank an den Redakteur Thorsten Wirtz, der sich zudem auch noch gemeinsam mit seiner Frau auf unsere weiße Leinwand gestellt hat.

Paareprojekt in der Bruchsaler Rundschau

Die Bruchsaler Rundschau hat in ihrer Bunt-Schau auf unsen Besuch am 24. Juli hingewiesen. Vor allem aber hat uns Mitarbeiterin Annalena Ehrlicher während des Shootings lange besucht, beobachtet und ausführlich interviewt. Ihr Artikel ist heute in der Bruchsaler Rundschau erschienen.

Wein und Champagner als Dankeschön

Auch unser zweites Shooting liegt nun bereits hinter uns – und damit nicht nur die Hälfte der Südtour, sondern auch ziemlich genau die Hälfte unseres gesamten Paareprojektes. Ganz genau wissen wir es noch gar nicht, sicher ist jedoch, dass wir mittlerweile rund 130 Paare fotografiert haben.

Bruchsal hat dabei eine unerwartete Sonderstellung eingenommen – gemeinsam mit Hamburg war es das abwechslungsreichste Shooting, das wir bislang hatten. Dank Uli Heckmann, der uns nicht nur bei sich zu Hause untergebracht und uns äußerst ungewöhnliche Menschen vermittelt hat, kamen wir auch an die neue Spielstätte des Exil Theaters als Location – vielen Dank noch einmal an Sandra Schäufele für die Vermittlung und Bernhard Wendel, dass wir euer Theater nutzen durften. Gleichzeitig hat uns Uli mit auf das “24. Altes Rathaus Straßenfest” nach Karlsdorf genommen, wo Nadine weitere sehr interessante Paare quasi von der Straße weggecastet hat.

Die teilnehmenden Paare waren wie immer sehr interessiert an unserem Projekt. In Bruchsal wurden wir allerdings überrascht: Eigentlich bedanken wir uns ja mit einem Fotoabzug bei den Paaren, aber in Bruchsal bedankten sich die Paare bei uns – und kamen nach dem Shooting noch einmal extra zurück, um uns eine Flasche Wein und eine Flasche Champagner zu schenken.

Zwischen Wiesen und Bäumen in der Eifel

Unser Fotoshooting in Wiesbaum in der Vulkaneifel liegt hinter uns und wir haben wieder viele interessante und interessierte Menschen kennengelernt und vor allem viele Überraschungen erlebt: Das Ehepaar Pinn kam in der traditionellen Eifler Tracht – und somit komplett in Schwarz. Damians Eltern waren genauso dabei wie zwei Niederländische Paare, die in der Eifel leben, sowie Metzger, Landwirte, Baggerführer, Landmaschinenmechaniker und Landschaftsgärtner, aber auch Marktforscher, Lehrer und Controller.

Außerdem hatten wir Besuch von Brigitte Bettscheider vom Trierischen Volksfreund und der Journalistin und Filmemacherin Ellen Rudnitzki, die uns mit ihrer Kamera begleitet hat.

Großer Dank gilt natürlich und vor allem Ralf Cornesse und seine Frau Kerstin. Ralf hat uns nicht nur sein Studio, die “contrastwerkstatt”, zur Verfügung gestellt, sondern die beiden haben uns in jeder Hinsicht unterstützt, Paare besorgt und uns mit leckerer Suppe verpflegt, als der Pizzaservice mittags geschlossen hatte. Außerdem müssen wir uns ganz herzlich bei Edith und Axel bedanken, die uns ihr Haus in Hoffeld zur Verfügung gestellt haben, in dem wir drei Tage bleiben durften. Und last not least vielen Dank an Nadines Praktikantin Cora, die uns in der Eifel tatkräftig unterstützt hat: Ohne deine Hilfe wäre es manchmal sehr eng und stressig für uns geworden!

Bei der Weiterfahrt ging es dann noch direkt am Nürburgring vorbei, wo gerade gefühlt halb Deutschland unterwegs war zum Formel 1-Qualifying. WAHNSINN!

Paareprojekt im Eifeler Wochenspiegel

Der Daun-Gerolsteiner Wochenspiegel und der Schleidener Wochenspiegel haben in der dieswöchigen Ausgabe unser Fotoshooting am 21. Juli in Wiesbaum mit großen Artikeln und jeweils vier Fotos angekündigt. Daraufhin haben sich nicht nur mehrere Paare gemeldet, die gerne mitmachen möchten, sondern auch Frau Esch, deren Eltern beim Projekt 1971 von Beate Rose dabei waren. Es handelt sich um das Paar Hausfrau (Büroangestellte) 25 + Kesselwärter (Kfz-Mechaniker) 34, was natürlich eine besondere Freude für uns ist. Leider ist ihre Mutter bereits vor sieben Jahren gestorben, aber wir wollen nach der Süd-Tour auf jeden Fall ihren Vater anrufen, um ihn für unser Projekt ein wenig zu befragen.

Paareprojekt auf DRadio Wissen

DRadio Wissen hat heute Kathy Zieglers Beitrag gesendet. In dem siebeneinhalb Minuten langen Bericht mit dem Titel Der Blick hinter das “perfekte” Paar spannt Kathy Ziegler einen schönen Bogen von Beate Roses Projekt aus dem Jahr 1971 bis zu unseren Fotografien. Sehr schön ist auch, dass verschiedene Leute zu Wort kommen: Neben Nadine beispielsweise ein Paar, das sich von uns in Hamburg fotografieren ließ, der Kulturwissenschaftler Matthias Kettner und vor allem Beate Rose selbst.

Den gesamten Beitrag könnt ihr euch hier noch einmal anhören.

Die Termine der Süd-Route stehen fest

Die Termine für unsere Fotoshootings entlang der Süd-Route stehen nun fest:

Wiesbaum in der Eifel: Donnerstag, 21. Juli

Bruchsal bei Karlsruhe: Sonntag, 24. Juli

Landshut: Mittwoch, 27. Juli

Andechs bei München: Sonntag, 31. Juli

Wer mitmachen möchte, kann sich nun verbindlich anmelden!

Paareprojekt in der Nordsee-Zeitung

Die Journalistin Nadine Hünefeldt hat uns beim Shooting in Sellstedt besucht – und hat sich spontan mit ihrem Freund Simon von uns fotografieren lassen. Heute ist ihr Artikel in der Nordsee-Zeitung erschienen.

Ab nach Hause – und immer noch mit einer offenen Kofferraumklappe

Zwei Wochen waren wir jetzt unterwegs. Die Nord-Tour ist abgeschlossen, heute geht es zurück nach Köln. Leider immer noch mit einer offenen Kofferraumklappe. Hoffentlich findet sich bald ein Sponsor, der uns einen größeren Wagen für die beiden nächsten Touren zur Verfügung stellt.

Hamburg meine Perlenkette *

Hamburg hat uns bezaubert mit seiner Vielfalt. Von der Rockabella und dem typischen Polohemdträger über das Surfermädel und den hippen Autoschraubertypen bis zum bisexuellen Grafikerpärchen und den korrekten Akademikern hatte Hamburg alles zu bieten. Mit einer Ausnahme: Auch, wenn hier oben die Perlenketten weit verbreitet sind, sind deren Trägerinnen doch schwer zu fangen.Vor die Kamera haben wir jedenfalls keine bekommen. Leider.

Dafür hatten wir dank Tobias Meyer eine hervorragende Location: Wir konnten in einem großen Tangoloft auf dem alten Bahngelände in Altona fotografieren. Danke auch an Oliver Quick von “el abrazo”. Wegen des Marathons war die Stadt am Tage des Shootings an einigen Stellen gesperrt, und wir hatten ein hohes Aufkommen von Terminüberschneidungen. Da wir immer versuchen, sehr konzentriert mit dem jeweiligen Paar zu arbeiten, hätte uns diese Situation sicher woanders total aus dem Konzept gebracht. Doch durch den speziellen Raum mit den vielen gemütlichen Sitzgelegenheiten und seiner ruhigen, großzügigen Atmosphäre hatten wir eine für uns ganz neue Erfahrung: Paare konnten nach ihrem eigenen Shooting auch länger bleiben, sich miteinander unterhalten und austauschen. Außerdem stattete uns Journalistin Kathy Ziegler erneut einen Besuch ab und führte Interviews – und anderem mit der extra angereisten Hamburger Psychologin Claudia Putz, deren Forschungsschwerpunkt “Experimentelle Paarbeziehungsforschung” ist. So bekam das alles fast schon einen Event-Charakter.

Gekrönt wurde das Ganze dann auch noch, als uns Art-Direktorin Janina Demiana Roll spontan anbot, unser Buch zu gestalten. Es ist schön zu sehen, welche Dynamik unser Projekt annimmt und wieviel Unterstützung wir plötzlich von allen Seiten erhalten. Vielen herzlichen Dank dafür!

Das gilt natürlich auch für unsere Freunde Lennard Warnking und Astrid und Tobias Sanders, die uns bei sich aufgenommen und dadurch einen Hauch von Urlaubsfeeling gegeben haben.

*Zitat: Titel aus dem Artikel “Über den Look der Hamburger gibt es viele Vorurteile…” von Susanne Kaloff aus dem Magazin vom Hamburger Abendblatt, vom 14./15. Mai 2011

Goodbye Dagebüll, hello Hamburg

Aufwachen. Aufstehen und Kaffee trinken. Mails checken. Tee kochen und Nadine wecken. Zeugs zusammensuchen und Taschen packen. Frühstücken und das Auto beladen. Dann einmal mehr Abschied nehmen und Danke sagen. Danke, danke, danke. An Wilhelm Karnatzki, der uns während des Shootings im Park-Center unterstützt und verpflegt hat. An Klaus Schmidt, der uns das Park-Center zur Verfügung gestellt und kein großes Aufhebens darum gemacht hat. An Regina, die uns im reetgedeckten Haus am Deich untergebracht hat. An Margitta und Astrid fürs Dabeisein, Helfen und Anpacken.

Nach dem gestrigen Urlaubstag auf Föhr mit der Familie und Sonnenbrand geht es gleich weiter nach Hamburg – mit einem Zwischenstopp in Heide, wo unser Corolla neue Bremsbeläge bekommt. Und am Sonntag wird wieder fotografiert. Wir freuen uns!

Moin, Moin.

Dagebüll war für uns als Rheinländer äußerst interessant. Auch hier sind wir auf die Straße gegangen, um noch einige Paare für unser Projekt zu gewinnen. Dabei konnten wir anfangs die zögernden Reaktionen der Menschen nicht richtig einordnen. Auch ist der Verlauf eines Gesprächs recht ungewöhnlich – viele “Jos” und Nes” und trotz interessierter Nachfragen kam es nach zehn Minuten nicht zu einer verbindlichen Zusage. Nadine dachte schon, die Norddeutschen würden es nur ins Vorwort des Buches schaffen mit der Bemerkung, sie seien leider zu schüchtern. Nach einer Weile einigten wir uns auf die These, dass ein “Schaun wir mal” eine Absage und ein “Dann schaun wir mal vorbei” eine Zusage sein könnte – was sich während des Shootings bewahrheiten sollte und wir glücklicherweise nicht auf die Norddeutschen verzichten mussten. Die erwarteten Klischee von den Kulturunterschieden im eigenen Land wurden erfüllt.

Hallo Dagebüll oder Bis ans Ende unserer Landkarte

Ab in den Norden! Trotz blöden Wetters fahren wir bester Laune an den Rand unserer Landkarte. Alles läuft bestens – bis zu dem Moment, wo es auf einmal sehr laut wurde. Der Auspuff hat sich während der Fahrt auf der A23 kurz vor Heide gelöst und schepperte mit Getöse über den Asphalt. Der Schreck war groß, aber der ADAC-Mitarbeiter Peter Sauter hat uns unbürokratisch geholfen, zur nächsten Werkstatt geschleppt und den Auspuff trotz fortgeschrittener Uhrzeit gemeinsam mit dem Werkstatt-Chef notgeschweißt. Im Norden scheinen die Menschen zwar wortkarger, dafür aber ausgesprochen hilfsbereit zu sein.

Zweites gilt auch für die Eheleute Effenberger, die bis zur späten Stunden auf uns gewartet haben, um uns den Schlüssel für das schöne reetgedeckte Haus von Nadines Tante zu überreichen, damit wir auch in dieser Nacht ein Dach über dem Kopf haben.

Halbzeit auf der Nord-Tour in Sellstedt

Noch sitzen wir im gemütlichen Wintergarten der Familie Warnking und genießen die Zeit hier. In einer Stunde müssen wir aber aufbrechen in Richtung Dagebüll, wo wir am Mittwoch fotografieren werden.

Die erste Hälfte unserer Nord-Tour verlief sehr erfolgreich – wir haben wunderbare Bilder von wunderbaren Paaren gemacht. Und außergewöhnliche Berufe waren auch dabei – vom Croupier übern Fischdampferkapitän bis zum Sattler.

Und natürlich ein riesiges Dankeschön an Sigi und Franzi und die restliche Warnking-Familie für eure unglaubliche Unterstützung, die Organisation eines kompletten Shootings, die Verpflegung, die Unterbringung und die tolle Zeit mit euch. Und für eure geschlossene Teilnahme beim Paareprojekt. Ihr seid einfach super.

Los geht’s nach Dortmund

Bei Damian klingelte das Telefon seit 6.17 Uhr Sturm, und er kam nicht zum Packen. Ab 9 Uhr musste er zudem rund 40 Paaren Absagen erteilen – gleichzeitig haben wir uns zwei Termine offen gehalten, weil wir noch einen Bergmann und ein junges Dortmunder Paar auf der Straßen “casten” wollten – schließlich liest nicht jeder die Tageszeitung.

Mit ordentlicher Verspätung starteten wir schließlich in Köln – mit offenem Kofferraum und der Leinwand zwischen Fahrer- und Beifahrersitz kommen wir uns vor wie in der Legebatterie. Nadine jonglierte zwischen Handy, Kamera, Damians Handy und dem Navi hin und her. In Dortmund hat uns Uli herzlich begrüßt und wir sind mehr als begeistert von den Örtlichkeiten, wo wir einen Tag später fotografieren dürfen. In der Dortmunder Innenstadt machten wir schließlich erstmals die Erfahrung, wie es ist, Menschen für unser Projekt auf der Straße anzusprechen. Überraschenderweise klappt das sehr gut und das erste Paar, Sven und Sabrina, sagte spontan zu. Nur den Bergmann finden wir in der Innenstadt nicht, also tingelten wir durch die Kneipen, fragten uns durch, bekamen Tipps, wo wir einen finden könnten und sogar ein Bier ausgegeben. Da klingelte das Telefon: Der Vorsitzende der Knappschaft selbst war am Apparat und sagte uns zu. Jetzt hatten wir auch mal Zeit, unseren Blick schweifen zu lassen und waren vom Schwarz-Gelben-Farbenmeer begeistert: Dortmund war mit Schals, Fahnen, Flaggen und anderen schwarz-gelben Kreationen geschmückt, um den BVB und den Deutschen Fußball-Meistertitel zu feiern.

Am späten Abend kam dann allerdings der Schreck beim Aufbau des Equipments – es gab einen Produktionsfehler und keine Lösung war in Sicht. Niemand im Ruhrgebiet führte das Ersatzteil, und Damian war kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Gott sei Dank konnte uns die Fotowerkstatt der FH Dortmund, wo Nadine studiert hat, am nächsten Morgen provisorisch aushelfen. Doch dann reparierte Uli, der Retter in der Not, mit seinen technischen Fähigkeiten das defekte Teil. Vielen, vielen Dank dafür! Jetzt konnte der Tag beginnen.

Die Hörfunk-Journalistin Kathy Ziegler reiste an und wir hatten noch genügend Zeit für ein Interview, bis die ersten Paare eintrafen. Sie begleitete uns noch den ganzen Tag. Von den Ergebnissen und den vielen netten Begegnungen waren wir ganz berauscht – und wir waren sehr froh, dass es nach so langer Planung und Vorbereitunszeit endlich begonnen hat.